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Studie: Lob vom Chef ist Fachkräften wichtiger als ein geschenkter Wochenendtrip

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München (ots) – Suite&Co befragt 50 Personaler und Headhunter sowie 873 Fachkräfte / Wertschätzung eher gefragt als Statussymbole / Nähe zum Wohnort spielt eine immer zentralere Rolle bei Arbeitgeberattraktivität

Nähe zum Wohnort, Umgang auf Augenhöhe und ein ehrliches Danke vom Chef: Fachkräfte wollen keine Extravaganz, wenn es um Benefits, Arbeitgeberattraktivität oder um Mitarbeiterbindung geht. Das zeigt eine aktuelle Studie des Unternehmens Suite&Co. Für die Erhebung hat Suite&Co nicht nur mehr als 800 Fachkräfte und 50 Personaler befragt, sondern im Vorfeld eine Gruppendiskussion durchgeführt. „Die Ergebnisse zeigen, wie sehr sich die Bedürfnisse der Arbeitnehmer gewandelt haben. Firmenwagen war gestern“, sagt Lisa Mellinghoff, Mitgründerin der Suite&Co GmbH. Sie und Viktor Gilz unterstützen Unternehmen beim Onboarding, indem sie das Thema „Leben und Arbeit“ von Anfang an aufeinander abstimmen und vereinen. Die umfangreiche Erhebung soll Personaler unterstützen, Punkte wie Benefits, berufsbedingte Wohnortswechsel und die Bedeutung von Unternehmenskultur im aktuellen Umfeld besser einzuordnen. Denn: Auch wenn der Analyse zufolge HR-Abteilungen um die Wünsche und Anforderungen der Mitarbeiter wissen, gibt es häufig deutliche Differenzen in den Ansichten auf Seiten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Arbeitsplatz = Wohlfühlort in einer Wohlfühlzone

Kurze Pendelzeiten, mehr Freizeit, weniger Stress im Berufsverkehr: Die Nähe zum Wohnort und eine gute Anbindung sind für Arbeitnehmer das wichtigste Kriterium, einen Arbeitgeber als attraktiv zu bewerten. Auf einer Skala von 1 (unwichtig) bis 5 (sehr wichtig) bewerten Arbeitgeber diese Kriterien durchschnittlich mit 4 – also als wichtig.

Zudem bestimmen die Innen- und Außenarchitektur eines Unternehmens maßgeblich über die Arbeitgeberattraktivität: 28 Prozent der befragten Fachkräfte ist dieser Aspekt sehr wichtig, jedem Zweiten wichtig (48 Prozent). Daraus ergibt sich insgesamt eine Zustimmung von 76 Prozent. Im Vergleich dazu spielen Kriterien wie Ruf oder Größe und Bekanntheit eines Unternehmens eine unbedeutende Rolle: Während die Reputation für 59 Prozent der Fachkräfte wichtig ist, steht Größe und Bekanntheit für nur 27 Prozent der Befragten mit Arbeitgeberattraktivität in Zusammenhang. „Das unterstreicht die Chance für Hidden Champions, die es vor zehn Jahren tatsächlich schwer hatten, um Fachkräfte zu werben. Hier gab es einen grundlegenden Wandel“, erklärt Viktor Gilz.

Oberste Priorität: Umgang auf Augenhöhe

Doch nicht nur Räume und Räumlichkeit entscheiden laut der Suite&Co-Studie „Recruiting 2018 – Wunsch und Wirklichkeit“, ob ein Unternehmen Top-Kräfte binden kann. „Das Menschliche muss gleichfalls stimmen. Fachkräfte wollen einen sozialen Umgang auf Augenhöhe,“ erklärt Viktor Gilz. Ein Wunschauto für das Wochenende, eine Wochenendreise oder ein Concierge-Service? Der Mehrheit der Fachkräfte ist dies laut Studie nicht wichtig. Was zählt, sind vielmehr anerkennende Worte des Vorgesetzten: Mehr als drei Viertel aller Befragten (76 Prozent) Fachkräften sind der Meinung, dass ein wertschätzendes Danke für besondere Leistungen motivieren kann.

Zudem haben Statussymbole wie Dienstwagen nahezu ausgedient. Die Ergebnisse untermauern, dass ein Firmenauto keinen so starken Stellenwert hat, wie es vor 10 oder 20 Jahren der Fall war. Für jede dritte befragte Fachkraft (35 Prozent) stellt der Firmenwagen keinen besonderen Anreiz dar. Firmen-Smartphones können ebenfalls immer weniger als Aushängeschild dienen: 443 von 873 Befragten (51 Prozent) sehen diesen Benefit mittlerweile als gegeben für Fachkräfte eines Unternehmens.

Schmerzpunkt: Wohnungssuche

Der „War for Talents“ verlangt von Unternehmen vielmehr immer kreativere Maßnahmen zu entwickeln, die ihnen Vorteile in der Rekrutierung verschaffen. „Kundenzentriertes Denken ist hier wie im Vertrieb und Marketing ebenfalls angebracht. Die Orientierung an den Bedürfnissen der Mitarbeiter ist wichtiger denn je. Denn diese sind heute andere – und haben viel mit dem privaten Lebensumfeld zu tun“, sagt Lisa Mellinghoff.

58 Prozent der Fachkräfte sehen demnach die Wohnungssuche im Falle eines Arbeitgeberwechsels als große Herausforderung, bei der sie Hilfe vom Arbeitgeber erwarten. Lisa Mellinghoff: „Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum Beispiel durch Unterstützung bei der Suche nach einer passablen Wohnung sind am Ende Aspekte, mit denen Unternehmen punkten und Mitarbeiter binden können. Das ist sowohl Fachkräften als auch Personalern bewusst.“

Über die Studie

Im Rahmen der Studie wurde ein mehrstufiges Verfahren durchgeführt. Zunächst hat das Unternehmen in München im Dezember 2017 gemeinsam mit Personalern, HR-Experten, Headhuntern sowie Fachkräften eine Diskussionsrunde zum Thema Recruitment 2018 veranstaltet. Basierend auf dieser leitfadengeführten Gruppendiskussion wurden zwölf zentrale Thesen herausgearbeitet. Die Thesen wurden im Februar 2018 in einer umfangreichen Feldarbeit gemeinsam mit dem Panelanbieter respondi quantitativ geprüft. Um ein möglichst hinreichendes Bild zu zeichnen, wurden zwei Panels gewählt und befragt. In einer Entscheiderumfrage wurden 52 Personaler, Headhunter und Recruiter um Meinung gebeten. Zusätzlich wurden in einer breit angelegten Befragten Einstellungen und Daten von 873 Fachkräften erhoben.

Über Suite&Co

Suite&Co bietet einen neuen Weg in der Rekrutierung von Führungspersonal. Dabei unterstützt das Team von Lisa Mellinghoff und Viktor Gilz Unternehmen, Top-Führungskräfte für sich zu gewinnen, indem sie „Innenarchitektur“ als attraktiven Unternehmensbonus anbieten. Fach- und Führungskräfte werden während eines berufsbedingten Wohnortswechsels von Suite&Co ab der ersten Minute voll betreut, wobei auf der Schaffung eines idealen und individuell passenden Lebensumfeldes das Hauptaugenmerk liegt. Diese innovative Personalpolitik dient zur Gewinnung und Loyalisierung von Führungskräften.

Quelle: presseportal.de

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Arbeitszeitmonitor 2018: Führungskräfte leisten in ihrer Karriere 15.430 Überstunden

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Hamburg (ots) – Wie viele Überstunden machen Fach- und Führungskräfte in Deutschland? Die Antwort darauf liefert der neue „Arbeitszeitmonitor 2018“ der Hamburger Vergütungsanalysten von Compensation Partner. Untersucht wurden insgesamt 226.452 Daten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Das Ergebnis: Fachkräfte machen 6.562 Überstunden während ihrer gesamten Berufslaufbahn. Bei den Führungskräften sind es mit 15.430 Stunden mehr als das Doppelte.

Führungskräfte leisten in ihrer gesamten Berufslaufbahn durchschnittlich 15.430 Überstunden – Fachkräfte liegen bei 6.562 Stunden zusätzlich. „Führungskräfte tragen viel Verantwortung für Personal und Budgets, wodurch sie nicht selten länger und auch an Wochenenden arbeiten“, erklärt Tim Böger, Geschäftsführer von Compensation Partner.

Daraus ergibt sich eine Korrelation zwischen der Gehaltshöhe und der Anzahl an Überstunden. Wer ein Bruttojahreseinkommen von über 120.000 Euro bezieht, arbeitet durchschnittlich 9,5 Stunden länger pro Woche. Zum Vergleich: Ein Angestellter mit einem jährlichen Gehalt unter 20.000 Euro leistet wöchentlich 1,8 Überstunden. Bei Arbeitnehmern mit einem Jahreseinkommen zwischen 51.000 und 60.000 Euro liegt der Durchschnitt bei 3,5 Stunden zusätzlich pro Woche.

Über die Hälfte der Deutschen leistet jede Woche Überstunden

Über die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland (54 Prozent) arbeitet länger als vertraglich vereinbart – davon erhalten 38 Prozent einen Ausgleich. Die meisten Überstunden erbringen Beschäftigte in den neuen Bundesländern sowie in Teilen von Rheinlandpfalz und dem Saarland mit sechs Stunden pro Woche zusätzlich. In den Regionen rund um Nürnberg, Würzburg und Teilen von Thüringen ist der Durchschnittswert am geringsten – hier sind es 5,4 Überstunden pro Woche.

Ältere Beschäftigte arbeiten länger

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Mit dem Alter steigt die Anzahl der Überstunden. Beschäftigte unter 20 Jahren machen im Durchschnitt knapp zwei Stunden pro Woche extra. 40- bis 49-Jährige arbeiten 3,4 Stunden mehr als vertraglich geregelt. Bei den über 59-Jährigen sind es 3,7 Stunden.

Unternehmensberater sitzen am längsten im Büro

Im Branchenvergleich liegen seit Jahren die Unternehmensberater vorne. Dies hat sich auch laut der aktuellen Studie nicht geändert: Beschäftigte in diesem Bereich erbringen durchschnittlich 5,11 Überstunden pro Woche – 74 Prozent der Unternehmensberater bekommen ihre Stunden nicht ausgeglichen. „Die Unternehmensberatung ist geprägt von großer Arbeitsbelastung – jedoch auch durch guten Karrierechancen und einem überdurchschnittlichem Einkommen, das Überstunden kompensieren soll“, so Böger. Auf den weiteren Plätzen folgen die Branchen Konsum- und Gebrauchsgüter (4,33 Überstunden), Logistik und Transport (4,23 Überstunden) sowie Hotels und Gaststätten (4,07 Überstunden).

Die Studie „Arbeitszeitmonitor 2018“ können Sie hier herunterladen: http://ots.de/DWV25k

Zur Methodik

Die Hamburger Vergütungsanalysten von Compensation Partner haben basierend auf 226.457 Arbeitsverhältnissen die geleisteten Überstunden von Fach- und Führungskräften analysiert. Die Daten stammen aus den letzten 12 Monaten.

Über die COP CompensationPartner GmbH

Die COP CompensationPartner GmbH ist eine Tochtergesellschaft der PMSG PersonalMarkt Services GmbH und gleichzeitig die Marke, unter der das gesamte Firmenkundengeschäft von PersonalMarkt zusammengefasst wird. PersonalMarkt wurde 1999 für das Angebot von Gehaltsdienstleistungen im Internet gegründet und bündelt die B2B-Aktivitäten unter Compensation Partner. Seit 2007 bietet das Unternehmen mit Compensation-Online einen digitalen Zugang zu einer der größten Vergütungsdatenbanken in Deutschland an.

Die Plattform beinhaltet zusätzlich eine moderne analytische Systematik zur Bewertung von Stellen in Unternehmen. Neben der automatisierten Variante über Compensation-Online bietet Compensation Partner auch auf spezifische Kundensituationen maßgeschneiderte Analysen und Benchmarks an.

Quelle: presseportal.de

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Mit gutem Beispiel voran: Führungskräfte sollten auch in Sachen Sicherheit und Gesundheit Vorbild sein

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Berlin (ots) – Den anderen sagen, wie es geht, aber sich selbst nicht daran halten? Das sollten Führungskräfte lieber nicht tun – gerade wenn es um die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit geht. Darauf weisen die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen im Rahmen ihrer Präventionskampagne „kommmitmensch“ hin. Denn nur wer selbst ein Vorbild ist, baut Gesundheitsrisiken ab und sorgt so für mehr Sicherheit und Gesundheit im Betrieb.

Wer führt, trägt Verantwortung

Führungskräfte müssen dafür sorgen, dass ihre Beschäftigten sicher und gesund arbeiten. „Das gelingt am besten, wenn es ganz selbstverständlich ist, auf die Sicherheit und Gesundheit im Betrieb zu achten“, sagt Dr. Marlen Cosmar, Diplom-Psychologin am Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG). „Das ist letztlich eine Frage der Kultur im Unternehmen.“ Führungskräfte könnten entscheidend dazu beitragen, dass eine solche Kultur entstehe – zum Beispiel indem sie Sicherheit und Gesundheit immer wieder zum Thema machten: „Das kann bei Besprechungen oder Unterweisungen der Fall sein. Auch ein Lob für sicheres und gesundes Arbeiten oder Hinweise auf mögliche Gefahrenquellen beim Rundgang durch den Betrieb zeigen: Sicherheit und Gesundheit sind für mich als Führungskraft wichtig.“

Vorbild sein

Natürlich müssen Führungskräfte auch mit gutem Beispiel vorangehen. „Sind Führungskräfte beispielsweise immer die Ersten und Letzten im Betrieb, überträgt sich das auch auf die Beschäftigten. Sie bekommen das Gefühl, ebenfalls Überstunden ableisten zu müssen und können dann nicht mehr guten Gewissens pünktlich nach Hause gehen“, so Cosmar. Aus dieser Erwartungshaltung entstehe dann Stress. Vorbilder sind Führungskräfte auch, indem sie vorgeschriebene Schutzausrüstung tragen und geltende Sicherheitsregeln beachten. Von den Beschäftigten sollten sie ein solches Verhalten auch immer wieder aktiv einfordern.

Beschäftigte aktiv beteiligen

Doch Führungskräfte können noch mehr tun: Sie können ihre Beschäftigten dazu anregen, selbst aufmerksam für Sicherheit und Gesundheit zu sein und eigene Vorschläge für Verbesserungen einzubringen. „Wenn jemand im Unternehmen über eine Schwelle stolpert“, so Cosmar „ist die erste Reaktion oft: ‚Selber schuld. Hätte sie oder er mal besser aufgepasst.‘ Danach passiert oft nichts.“ Viel besser wäre es aber, wenn genau aus diesem Erlebnis der Vorschlag entstehen würde, doch einmal systematisch nach möglichen Stolperstellen im Unternehmen zu suchen und diese zu beseitigen. Denn wer bereits solche kleinen Warnhinweise ernst nimmt, kann die Gefahr für Unfälle an diesen Stellen senken. Cosmar: „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit haben auch viel damit zu tun, wie stark sich die Beschäftigten einbringen. Und das können Führungskräfte entscheidend beeinflussen.““

Hintergrund „kommmitmensch“

kommmitmensch ist die bundesweite Präventionskampagne von Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und ihrem Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Hintergrund ist, dass die Zahl der Arbeitsunfälle in den vergangenen Jahren nicht mehr deutlich gesunken ist. Um dem Ziel der Vision Zero, einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen, weiter näher zu kommen, brauchen wir deshalb einen ganzheitlichen Ansatz: kommmitmensch unterstützt Unternehmen und Bildungseinrichtungen dabei, eine Präventionskultur zu entwickeln, in der Sicherheit und Gesundheit Grundlage allen Handelns sind.

Sicher und gesund führen – aber wie? – Broschüre gibt Tipps für Führungskräfte und ist über die Webseite www.kommmitmensch.de der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen abrufbar.

Quelle: presseportal.de

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Befristete Teilzeit: Groko will Rückkehr auf Vollzeit ermöglichen

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Berlin (ots) – Jeder Arbeitnehmer darf grundsätzlich in Teilzeit gehen. Das Problem: Es gibt bislang kein Rückkehrrecht auf Vollzeit – die berühmte Teilzeit-Falle. Die Groko will dieses Manko beheben mit einem Recht auf befristete Teilzeit für Unternehmen mit mehr als 45 Mitarbeitern. Auch will sie Teilzeittätigkeit in Führungspositionen stärker als bisher ermöglichen. Der gemeinnützige Verbraucher-Ratgeber Finanztip erklärt, welche Rechte Arbeitnehmer schon bisher haben, die gerne in Teilzeit arbeiten wollen.

Mehr als 8 Millionen Menschen haben nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts 2016 in Deutschland in Teilzeit gearbeitet. Ein Rechtsanspruch auf Teilzeit besteht, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind. Erstens: Der Mitarbeiter hat mindestens sechs Monate für das Unternehmen gearbeitet. Und zweitens müssen im Unternehmen mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigt sein. Das können Arbeitnehmer, die weniger arbeiten wollen, für sich nutzen: „Wer zum Beispiel keine Teilzeitstelle findet, kann zunächst eine Vollzeitstelle annehmen und später bei seinem Arbeitgeber beantragen, die Arbeitszeit zu verkürzen“, sagt Dr. Britta Beate Schön, Rechtsexpertin bei Finanztip. „Arbeitnehmer haben das Gesetz auf ihrer Seite – und das ist moderner und flexibler, als viele glauben.“

Den Chef schriftlich über gewünschte Arbeitszeit informieren

Wer in Teilzeit gehen möchte, sollte das dem Chef schriftlich mitteilen. „Machen Sie das am besten mit mindestens drei Monaten Vorlauf“, sagt Schön. „Geben Sie an, wie viele Stunden Sie zukünftig arbeiten möchten und wie diese verteilt sein sollen.“ Ein Musterschreiben für den Antrag finden Arbeitnehmer auf der Seite von finanztip.de. Einen Grund muss der Mitarbeiter nicht angeben. „Es schadet aber nichts, den Wunsch mit zwei, drei kurzen Sätzen zu begründen.“ Reagiert der Arbeitgeber bis einen Monat vor dem gewünschten Beginn der Teilzeit nicht mit einer schriftlichen Ablehnung, verringert sich die Arbeitszeit zum gewünschten Zeitpunkt.

Den Teilzeitwunsch kann der Chef kaum ablehnen

Betriebliche Gründe sind das einzige, was der Chef für eine Ablehnung heranziehen kann. Dazu zählen beispielsweise Beeinträchtigungen des Arbeitsablaufs, der Sicherheit im Betrieb oder das Entstehen unverhältnismäßig hoher Kosten. „Häufig wird Teilzeit abgelehnt, weil Firmenkunden erwarten, dass sie einen festen Ansprechpartner haben, weil sich keine Ersatzkraft finden lässt oder der Arbeitsaufwand zu hoch sei“, erklärt Schön. „Doch dafür muss der Arbeitgeber mit einem Organisationskonzept belegen, dass er seinen Mitarbeiter unbedingt in Vollzeit benötigt. An diesem Konzept scheitern Chefs meist vor Gericht.“

Etwas weniger netto für deutlich mehr Freizeit

Wichtig zu wissen: Wer Teilzeit arbeitet, verdient weniger und zahlt auch weniger in die Rentenversicherung ein. Wegen der steuerlichen Progression können einige Arbeitnehmer aber mehr Freizeit gewinnen, als sie an Nettolohn verlieren. Einen guten Überblick über die finanziellen Auswirkungen der Teilzeit können sich Arbeitnehmer mit dem Online-Rechner des Bundesministeriums für Arbeit verschaffen. Wichtig: „Lassen Sie sich unbedingt von der Rentenversicherung beraten, was eine Teilzeitarbeit für Ihre Rente bedeutet.“

Weitere Informationen

https://www.finanztip.de/teilzeitarbeit/

Quelle: Original-Content von: Finanztip Verbraucherinformation gemeinnützige GmbH, übermittelt durch news aktuell/presseportal.de

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TÜV Rheinland: Veränderungen im Arbeitsleben positiv angehen

Psychische Belastungen

Umstrukturierung in Unternehmen als Stressfaktor
Hohe Resilienz schützt vor Burn-out
Negative Emotionen offen ansprechen

Köln (ots) – Digitalisierung und Globalisierung führen bei Unternehmen zunehmend zu strukturellen Veränderungen, die Führungskräfte vor Herausforderungen stellen und die Belegschaft verunsichern können. Eine ausgeprägte Resilienz hilft Menschen, gelassener und optimistischer mit solchen Situationen umzugehen. „Resilienz bedeutet, eine schwierige Situation zu akzeptieren und gestärkt aus ihr hervorzugehen“, sagt Iris Dohmen, die als Betriebspsychologin bei TÜV Rheinland Unternehmen in Restrukturierungsprozessen begleitet. Diese Eigenschaft ist je nach Persönlichkeit stärker oder schwächer ausgeprägt, kann aber durch praktische Übungen trainiert werden.

Positive Gedankenmuster statt Tunnelblick

Zwei Merkmale machen eine hohe Resilienz aus: Die Fähigkeit, sich auf eine unerwartete Situation und die damit verbundene Veränderung einzulassen, sich schnell davon zu erholen sowie auch nachhaltig widrigen Umständen trotzen zu können. Bei Veränderungen am Arbeitsplatz neigen weniger widerstandsfähige Arbeitnehmer dazu, einen negativen Tunnelblick zu entwickeln. Gestärkt wird die eigene Resilienz dagegen durch positive Gedankenmuster, eine bewusste Atmung und das Erlernen von Entspannungstechniken. Führungskräften rät die Diplompsychologin, bewusster auf Auszeiten zu achten.

Motivierende Führung

Dohmen empfiehlt Führungskräften, gerade in schwierigen Phasen negative Emotionen bei Mitarbeitern offensiv anzusprechen. Vorgesetzte sollten als Vorbild agieren, Kreativität fördern und dazu ermutigen, neue Verhaltensweisen auszuprobieren. So können sie Mitarbeiter unterstützen, ihre Resilienz zu erhalten und zu stärken. Grundsätzlich rät die Expertin: „Die Einstellung steht über allem. Wer positiv denkt, Neuerungen als positive Herausforderung sieht und die Möglichkeit hat, Änderungen selbst mitzugestalten, kann besser mit ihnen umgehen.“

Quelle: Original-Content von: TÜV Rheinland AG, übermittelt durch news aktuell/presseportal.de

Bildquelle: TÜV Rheinland AG

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