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Mehr Netto vom Brutto dank Guthabenkarte vom Chef

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Neustadt a. d. W. (ots)– Eine Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Immer mehr Unternehmen überreichen ihren Mitarbeitern Prepaid-Guthabenkarten. Auf diese zahlt der Chef einen bestimmten Betrag ein, der die sogenannte Freigrenze für Sachbezüge in Höhe von monatlich 44 Euro nicht übersteigt. Der Vorteil: Das Geld, über das der Arbeitnehmer dank seiner Karte frei verfügen kann, ist steuer- und abgabenfrei. Wie dieses Modell funktioniert und was dabei zu beachten ist, erklärt der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) anhand konkreter Beispiele.

Arbeitnehmer bekommen in der Regel monatlich ihr Gehalt, das steuer- und abgabenpflichtig ist. Auch bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie bei Bonuszahlungen werden für gewöhnlich Steuern und Sozialversicherungsbeiträge fällig. Neben diesen Zahlungen belohnen manche Chefs ihre Angestellten auch mit sogenannten Sachbezügen. Das sind Dienst- oder Sachleistungen, die der Mitarbeiter kostenlos oder günstiger erhält. Typische Beispiele dafür sind der privat mitgenutzte Dienstwagen oder Dienstlaptop, aber auch Mietzuschüsse sowie Essens-, Tank- oder Warengutscheine. All diese Zuwendungen gelten laut VLH-Experten als „geldwerte Vorteile“, die grundsätzlich der Lohnsteuer und Sozialversicherung unterliegen.

Sachbezüge bis zu 44 Euro im Monat sind steuer- und abgabenfrei

Wenn allerdings der Gesamtwert der Sachbezüge, die in einem Monat an einen Arbeitnehmer fließen, maximal 44 Euro beträgt, sind diese geldwerten Vorteile steuer- und abgabenfrei. Wichtig: Bei diesen 44 Euro handelt es sich den VLH-Fachleuten zufolge um eine Freigrenze und nicht um einen Freibetrag. Das bedeutet: Wird das besagte Limit überschritten, ist die Gesamtsumme der Sachbezüge vom ersten Euro an steuer- und abgabenpflichtig.

Nettolohnoptimierung dank Prepaid-Guthabenkarte

Die 44-Euro-Grenze spielt auch eine wichtige Rolle, wenn Unternehmen an ihre Mitarbeiter Prepaid-Guthabenkarten verteilen, wie folgendes Beispiel der VLH-Experten zeigt:

Thomas arbeitet bei einem mittelständischen Unternehmen und hat einen monatlichen Bruttoarbeitslohn von 3.000 Euro. Zur Nettolohnoptimierung hat sein Chef mit ihm zusätzlich zum Arbeitsvertrag vereinbart, dass er ab einem bestimmten Monat einen Bruttolohn von 2.956 Euro erhält, also 3.000 Euro abzüglich 44 Euro. Dafür bekommt Thomas ab dem verabredeten Zeitpunkt eine Prepaid-Guthabenkarte, die sein Arbeitgeber Monat für Monat mit 44 Euro auflädt.

Für den Fiskus gilt diese Karte laut VLH-Spezialisten in der Regel als Sachbezug, da eine Barauszahlung des aufgeladenen Geldes bei diesem Modell nicht möglich ist. Der Zufluss des Sachbezugs findet statt, sobald die monatliche Aufladung erfolgt. Somit bleiben die 44 Euro, die als Bestandteil des Bruttolohns steuer- und abgabenpflichtig gewesen wären, nun steuer- und abgabenfrei. Voraussetzung ist, dass Thomas keine weiteren Sachbezüge erhält, die die 44-Euro-Grenze überschreiten würden.

Das Geld auf der Guthabenkarte kann Thomas frei nutzen, um alle möglichen Waren und Dienstleistungen zu bezahlen. Dabei spielt es keine Rolle, wann er die Karte einsetzt.

Voraussetzungen für das Prepaid-Guthabenkartenmodell

Wer seinen Chef bei der nächsten Gehaltsverhandlung auf das geschilderte Prepaid-Guthabenkartenmodell aufmerksam machen möchte, sollte wissen, worauf es ankommt. Wichtig ist, dass die ausgehändigte Karte wirklich den Charakter eines Sachbezugs hat. Um Ärger – vor allem mit dem Fiskus – zu vermeiden, müssen in der Regel folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

   - Bei dem gewählten Karten-Modell müssen Barauszahlungen 
     ausgeschlossen sein, wie die VLH-Experten betonen. Zudem darf es
     keine Möglichkeiten geben, mit dem aufgeladenen Guthaben andere 
     Währungen zu erwerben.
   - Es darf bei der Karte keinerlei Geldüberweisungsfunktionen 
     geben.
   - Die Karte sollte den VLH-Profis zufolge auf dem Guthabenprinzip 
     basieren, was Überziehungen ausschließt.
   - Bevor die guthabenbasierte Prepaid-Kreditkarte ausgegeben wird, 
     muss das Nettolohnoptimierungsmodell vertraglich geregelt sein.

Über die VLH

Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) ist mit mehr als 950.000 Mitgliedern und bundesweit rund 3.000 Beratungsstellen Deutschlands größter Lohnsteuerhilfeverein. Die VLH stellt zudem die meisten nach DIN 77700 zertifizierten Berater: Von drei zertifizierten Beratern aller Lohnsteuerhilfevereine sind zwei von der VLH.

1972 gegründet, erstellt die VLH für ihre Mitglieder die Einkommensteuererklärungen im Rahmen der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.

Hinweis: Diese Information ersetzt keine individuelle steuerliche Beratung zu dem behandelten Thema.

Quelle: presseportal.de

Bildquelle: obs/Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V./VLH

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Wie viel Datenvolumen braucht man wirklich?

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Hamburg (ots) – Mal eben das Wetter per Smartphone checken, Youtube-Videos gucken und im Internet surfen: Dafür braucht man einen Handytarif mit Datenvolumen-Paket. Aber: Viele Handytarife mit viel Datenvolumen sind schlicht überdimensioniert. Darauf weist das Telekommunikations-Portal Smartklar.de hin. Es muss nicht unbedingt ein teurer Tarif mit 10 GB Datenvolumen sein – vielen Nutzern reicht ein günstiges Paket mit 1 bis 3 GB Datenvolumen vollkommen aus.

Als Hilfe bei der Wahl des richtigen Handtarifs hat Smartklar.de drei Smartphone-Nutzer-Typen erstellt:

Wenignutzer: 400 Megabyte

Der Wenignutzer greift nur selten auf das mobile Internet zu. Er hat das Smartphone zwar dabei, nutzt es aber nur, um mal schnell etwas bei Google oder Wikipedia nachzuschlagen. Auch WhatsApp ist auf dem Handy installiert, es wird aber vor allem genutzt, um Textnachrichten zu verschicken. Hin und wieder verschicke der Wenignutzer E-Mails; Facebook nutzt er nicht, und auch Youtube-Videos schaut er auf dem Smartphone nicht. Dem Wenignutzer reicht daher ein Tarif mit etwa 400 Megabyte aus.

Normalnutzer: 1-3 Gigabyte

Der Normalnutzer nutzt das mobile Internet regelmäßig: Er navigiert mehrmals pro Tag durchs Netz, verschickt E-Mails und nutzt regelmäßig WhatsApp – auch für Fotos. Hin und wieder schaut er bei Facebook nach dem Rechten, und auch Youtube-Videos sind öfters drin. Per Google Maps erreicht der Normalnutzer gerne sein Ziel. Damit benötigt der Normalnutzer ein Paket mit ein bis drei Gigabyte: Wer mehr Videos guckt, braucht eher drei Gigabyte, wer vor allem im Internet surft, dem reichen meist ein Gigabyte.

Multimedia-Junkie: mindestens 5 Gigabyte

Der Multimedia-Junkie hat sein Smartphone immer dabei – und nutzt es als multimediale Unterhaltungs-Zentrale: Er verschickt oft und gerne Bilder und Videos per WhatsApp, streamt diverse Youtube-Videos und treibt sich stundenlang auf Facebook und Instagram herum. E-Mails, Surfen im Internet und das Navigieren per Google Maps gehören für den Multimedia-Junkie selbstverständlich dazu. Der Multimedia-Junkie braucht damit einen Vertrag mit mindestens 5 Gigabyte Datenvolumen – wer sich sehr oft sehr viele Online-Videos anschauen möchte und dauerhaft bei Instagram Bilder lädt, der braucht eher noch mehr.

Wer sich bei seinem Datenverbrauch unsicher ist, dem rät Smartklar.de zu einem Tarif ohne lange Laufzeit. Solch ein monatlich kündbarer Vertrag bietet die Flexibilität, kurzfristig zu wechseln, wenn man mal doch etwas mehr – oder weniger – Datenvolumen benötigt.

Weitere Infos zum Datenvolumen: https://www.smartklar.de/mobilfunk/wieviel-datenvolumen/ Infos zu monatlich kündbaren Tarifen: https://handytarif-test.de/guen stige-handytarife/handyvertrag-monatlich-kuendbar-handytarife-ohne-laufzeit/

Quelle: presseportal.de

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Jobticket nutzen und Steuern sparen

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Neustadt a. d. W. (ots) – Berufspendler quälen sich täglich durch Deutschlands volle Straßen, der Sprit ist teuer und an manchen Orten heißt es für einige Dieselfahrer sogar: Fahrverbot. Berufspendler müssen also oft umdenken. Eine mögliche Lösung: der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel. Dabei kann der Chef den Wechsel sogar noch begünstigen, wenn er die Fahrkarte für Bus und Bahn finanziell unterstützt – etwa in Form eines Jobtickets. Wie das funktioniert und was dabei steuerlich zu beachten ist, erklärt der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH).

Jobtickets sind in der Regel Monats- oder Jahresfahrkarten für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), die Arbeitgeber bei einem Verkehrsunternehmen erwerben, um sie dann ihren Arbeitnehmern zu übergeben. Das Gute daran: In den meisten Fällen gewähren die Verkehrsunternehmen den Arbeitgebern günstige Sonderkonditionen – zum Beispiel Tarifrabatte. Aus steuerlicher Sicht stellt sich nun die Frage, ob bei der Überlassung des Jobtickets durch den Arbeitgeber ein geldwerter Vorteil vorliegt oder nicht.

Kurz zum Hintergrund: Manche Chefs belohnen ihre Angestellten mit Sachbezügen. Das sind Dienst- oder Sachleistungen, die man vom Chef kostenlos oder günstiger bekommt. Der Vorteil: Der Arbeitnehmer muss diese nicht mehr selbst kaufen und spart Geld. Daher nennt man solche Sachbezüge auch „geldwerte Vorteile“ – und diese unterliegen grundsätzlich der Lohnsteuer und Sozialversicherung.

Ob bei der Jobticket-Überlassung ein geldwerter Vorteil vorliegt, hängt laut VLH-Experten davon ab, wie der Chef solche Tickets an die Beschäftigten weitergibt: ob zum vollen Preis, verbilligt oder unentgeltlich.

Jobticket wird zum vollen Preis an Arbeitnehmer weitergereicht

Wenn der Chef seinen Beschäftigten das Jobticket zu dem Preis übergibt, den er vorher mit dem Verkehrsbetrieb verhandelt hat, liegt den VLH-Fachleuten zufolge kein geldwerter Vorteil vor. Der vereinbarte Tarifrabatt, den der Arbeitgeber womöglich erhalten hat und von dem letztlich der Arbeitnehmer eins zu eins profitiert, muss nicht versteuert werden. Schließlich ist solch eine Preisermäßigung nicht als Arbeitslohn oder als Sachbezug durch den Arbeitgeber zu werten.

Jobticket wird verbilligt oder unentgeltlich an Arbeitnehmer weitergereicht

Übernimmt der Chef die Jobticket-Kosten ganz oder teilweise, handelt es sich um einen sogenannten Sachbezug. Der Arbeitnehmer erhält dadurch einen geldwerten Vorteil, der in der Regel wie Arbeitslohn der Lohnsteuer und Sozialversicherung unterliegt.

Unter bestimmten Bedingungen bleibt der Vorteil nach Angaben der VLH-Experten allerdings steuer- und abgabenfrei. Wenn nämlich die Summe aller geldwerten Vorteile in einem Monat unter 44 Euro liegt, braucht der Arbeitnehmer auf alle in diesem Monat gewährten Sachbezüge weder Steuern noch Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen.

Diese 44-Euro-Marke ist eine Freigrenze und kein Freibetrag. Das bedeutet: Wird die Marke überschritten, ist der gesamte Sachbezug vom ersten Euro an steuer- und sozialabgabenpflichtig.

Vorsicht: Jahrestickets gefährden Steuer- und Abgabenfreiheit

Eine Besonderheit ist zu beachten: Erstreckt sich die Geltungsdauer eines vom Chef gesponserten oder spendierten Jobtickets auf einen längeren Zeitraum, so fließt dem Beschäftigten der komplette geldwerte Vorteil in der Regel in dem Moment zu, da ihm die Fahrkarte überreicht wird. Im Falle eines Jahrestickets bedeutet das, dass die monatliche Freigrenze für Sachbezüge in Höhe von 44 Euro sicher überschritten wird, da der gesamte geldwerte Vorteil laut VLH-Experten sofort zum Zeitpunkt der Aushändigung wirksam wird und nicht verteilt über die Monate hinweg. Durch die Grenzüberschreitung ist dann der komplette geldwerte Vorteil steuer- und sozialversicherungspflichtig.

Teurer als 44 Euro im Monat: Arbeitnehmer kann Teil der Jobticket-Kosten übernehmen

Ist das Jobticket teurer als 44 Euro im Monat, verweisen die VLH-Fachleute auf folgende Möglichkeit: Der Arbeitnehmer kann sich an den Aufwendungen für die Fahrkarte beteiligen – und zwar so, dass die 44-Euro-Freigrenze für Sachbezüge durch den Arbeitgeber wieder eingehalten wird. In diesem Fall muss der Arbeitnehmer zwar einen Teil des Ticketpreises selbst tragen, der geldwerte Vorteil ist aber steuer- und sozialabgabenfrei.

Teurer als 44 Euro im Monat: Jobticket kann pauschal versteuert werden

Und noch eine andere Möglichkeit: Ist das spendierte Jobticket teurer als 44 Euro im Monat, kann der Chef den geldwerten Vorteil pauschal mit 15 Prozent versteuern. Es fallen dann laut VLH-Experten keine Sozialversicherungsbeiträge an. Diese pauschale Versteuerung ist allerdings nur bis zu der Summe möglich, die der Arbeitnehmer in seiner Steuererklärung als Werbungskosten für die Fahrten zur Arbeit angeben kann.

Die beschriebene pauschale Steuer trägt grundsätzlich der Arbeitgeber, wobei er sie prinzipiell auf den Arbeitnehmer abwälzen könnte.

Steuerfreies oder pauschal versteuertes Jobticket: Anrechnung auf Entfernungspauschale

Die geldwerten Vorteile rund um das Jobticket, die steuerfrei bleiben oder pauschal versteuert werden, müssen den VLH-Experten zufolge in der Lohnsteuerbescheinigung angegeben werden. Der Fiskus rechnet diesen Betrag nämlich auf die Entfernungspauschale an, über die der Arbeitnehmer seine Fahrtkosten zur Arbeit als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend macht.

Über die VLH

Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) ist mit mehr als 950.000 Mitgliedern und bundesweit rund 3.000 Beratungsstellen Deutschlands größter Lohnsteuerhilfeverein. Die VLH stellt zudem die meisten nach DIN 77700 zertifizierten Berater: Von drei zertifizierten Beratern aller Lohnsteuerhilfevereine sind zwei von der VLH.

1972 gegründet, erstellt die VLH für ihre Mitglieder die Einkommensteuererklärungen im Rahmen der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.

Quelle: presseportal.de

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Finanztip: Diese Spartipps schonen die Urlaubskasse

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Berlin (ots) – In vielen Bundesländern haben die Ferien begonnen. Und Sommerzeit ist Reisezeit. Rund 70 Millionen Urlaubsreisen mit Ausgaben in Höhe von 73,4 Milliarden Euro machten die Deutschen 2017 laut der Forschungsgemeinschaft für Urlaub und Reisen e.V. (FUR). Doch Reisen während der Schulferien sind teuer. Die Redaktion des gemeinnützigen Verbraucher-Ratgebers Finanztip hat deshalb die besten Spartipps für den Urlaub zusammengetragen.

1. Hohe Arztkosten im Ausland vermeiden

Die Krankenkassen-Karte wird zwar im europäischen Ausland anerkannt, die deutsche Kasse übernimmt aber nicht immer alle Kosten. Steht nur eine Privatklinik zur Verfügung oder wird nach einem Unfall ein Rücktransport fällig, kann es besonders teuer werden. „Schließen Sie unbedingt eine Auslandsreise-Krankenversicherung ab“, rät Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip. „Gute Tarife gibt es für Singles bereits ab 10 Euro im Jahr, und die Versicherung lässt sich oft noch kurz vor der Reise abschließen.“ Noch ein Tipp: „Reichen Sie Rechnungen für Reise-Impfungen bei der Krankenkasse ein.“ Der Impfstoff lässt sich nicht über den Arzt abrechnen, aber bei einigen Krankenkassen gibt’s Geld zurück.

2. Beim Mietwagen von der Mallorca-Police profitieren

Den Mietwagen sollten Reisende am besten schon in Deutschland online buchen. „Die Buchung vor Ort ist oft deutlich teurer. Und zu Hause können Sie in Ruhe einschätzen, welches Auto und welchen Versicherungsschutz Sie haben wollen.“ Von einem zusätzlichen Schutz im Ausland profitieren Autofahrer, die bei ihrer Kfz-Versicherung für wenige Euro im Jahr eine Mallorca-Police abgeschlossen haben. „Die vorgeschriebene Deckung ist im Ausland oft sehr viel niedriger als hierzulande. Nach einem Unfall müssten Autofahrer dann ordentlich draufzahlen.“ Tenhagen warnt außerdem: „Lassen Sie sich beim Abholen des Wagens keine teuren Zusatzleistungen wie etwa eine Insassen-Unfallversicherung unterjubeln.“

3. Die richtige Kreditkarte spart bares Geld

Bargeld vor Ort abzuheben, ist der beste Diebstahlschutz. Mit den Kreditkarten der Santander oder der DKB ist das kostenlos möglich. „Heben Sie am Geldautomaten immer in der Landeswährung ab, sonst kann es teuer werden“, empfiehlt Tenhagen. Beim Bezahlen kommt es auf die richtige Karte an. Im Euro-Raum fallen bei Girocards (früher: EC-Karten) und Kreditkarten keine Gebühren an. Beim Zahlen in fremden Währungen sind bei den meisten Kreditkarten hingegen Fremdwährungsgebühren von etwa 1,75 Prozent üblich.

4. Das Handy clever nutzen

Das Geld für Karten und Navigationsgeräte können sich Reisende sparen, wenn sie mit dem Handy navigieren. „Am besten laden Sie die Karten bereits vor der Abreise aufs Handy“, rät Tenhagen. „Denn außerhalb der EU kann das Surfen teuer werden.“ Das geht beispielsweise über Google. Für Radreisende und Wanderer empfehlen sich eher Apps wie Komoot oder MotionX GPS. Wer sein Bier auf Russisch, Französisch oder Japanisch bestellen möchte, kann das Handy zum Sprachenlernen nutzen: Mit der App Duolingo geht das sogar kostenlos. Für Reisen außerhalb der EU empfiehlt sich eine ausländische Sim-Karte. „Damit sparen Sie gewaltig. Am besten bereits zu Hause kaufen, dann haben Sie vor Ort keine Rennerei.“

5. Entschädigung einfordern

„Läuft die Reise nicht nach Plan, prüfen Sie, ob Sie eine Entschädigung bekommen können“, sagt Tenhagen. „Bei mehr als drei Stunden Flugverspätung können das einige Hundert Euro sein, bei einer Pauschalreise mit Schimmel im Bad gibt’s auch Geld zurück.“ Wie viel genau, zeigt die sogenannte Frankfurter Tabelle. Wer einen Flug storniert, hat ein Anrecht auf Erstattung sämtlicher Steuern und Flughafengebühren. Tenhagen: „Falls die Airline den Platz noch vergeben konnte, haben Sie möglicherweise zusätzlich Anspruch auf Erstattung des Ticketpreises.“

Weitere Spartipps finden Urlauber auf den Seiten von Finanztip.de.

Weitere Informationen
http://ots.de/EWvCOC
https://www.finanztip.de/flugverspaetung
https://www.finanztip.de/reisemaengel-reklamieren

Über Finanztip

Finanztip ist mit durchschnittlich mehr als 3 Millionen Besuchen im Monat Deutschlands größter gemeinnütziger Verbraucher-Ratgeber rund um Ihr Geld. Wir wollen Menschen befähigen, ihre täglichen Finanzentscheidungen richtig zu treffen, Fehler zu vermeiden und Geld zu sparen. Hierfür recherchieren und analysieren die Finanztip-Experten ausschließlich im Interesse des Verbrauchers und bieten praktische Handlungsempfehlungen. Kern unseres kostenlosen Angebots ist der wöchentliche Finanztip-Newsletter mit mehr als 350.000 Abonnenten. Darin beleuchten Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen und das Finanztip-Team alle Themen, die für Verbraucher aktuell wichtig sind: von Geldanlage, Versicherung und Kredit über Energie, Medien und Mobilität bis hin zu Reise, Recht und Steuern. Darüber hinaus können sich Verbraucher in der großen Finanztip-Community mit den Experten und anderen Verbrauchern austauschen.

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Quelle: presseportal.de

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Vermögensaufbau als Berufsanfänger – worauf ist 2018 zu achten?

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Wenn Sie nach Ihrer Ausbildung oder dem Studium Ihre erste Stelle antreten, ändert sich die eigene finanzielle Situation schlagartig. Der monatliche Gehaltseingang sorgt dafür, dass Ihnen plötzlich deutlich mehr Geld zur Verfügung steht. Nach Abzug der Kosten bleiben bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen zwischen 21.874 und 33.509 Euro (Lehrberufe) oder 33.857 und 51.517 Euro (Studium) durchaus noch Mittel übrig, um an den Vermögensaufbau zu denken. Dieser ist in den letzten Jahren schwieriger geworden, da die Zinsen für sichere Zinseinlagen nahe dem Nullpunkt verharren. In diesem Artikel wird aufgezeigt, welche Alternativen für Sie interessant sein könnten.

1. ETF – die neue „sichere“ Geldanlage?

Wer sich heute verschiedenen Finanzmedien anschaut, wird immer wieder auf sogenannte ETF-Sparpläne stoßen. Diese exchange-trades-funds (ETF) bezeichnen börsengehandelte Indexfonds, die in der Praxis häufig den Verlauf bestimmter Aktienindizes abbilden. Ein DAX-ETF enthält somit die Aktien aus dem DAX 30 in entsprechender Verteilung. Alternativ zur kompletten Nachbildung existieren jedoch Modelle, die die Wertentwicklung per SWAP-Geschäfte abbilden, was zusätzliche Risiken, aber auch Renditechancen mit sich bringt. Die Vorteile von ETFs als Sparplanlösung sehen folgendermaßen aus:

  • Niedrige Kosten (aufgrund der Index-Abbildung kein aktives Fondsmanagement nötig)
  • Risikostreuung (da ein Index abgebildet wird, partizipieren Sie an der kompletten Marktentwicklung, Risiken durch einzelne Unternehmen lassen sich so abmildern)
  • Kein Finanzwissen nötig (durch die Indexabbildung ist kein Fachwissen erforderlich, da keine einzelnen Aktien ausgewählt werden müssen)

Natürlich sind auch ETFs nicht ohne Risiko. Sollte der gesamte Aktienmarkt ins Minus drehen, kann dies durchaus auch negative Renditen mit sich bringen. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen aber, dass beispielsweise der DAX mittelfristig (Zeitraum von 10-15 Jahren) immer mit einem satten Plus pro Jahr abgeschlossen hat (im Durchschnitt). Als Mittel zum vermögensaufbau sind ETFs für Sie als Berufseinsteiger somit durchaus eine interessante Alternative.

2. Private Altersvorsorge – ist „Riestern“ interessant?

Die Riester-Rente erhält von vielen Finanzexperten nicht selten schlechte Noten. Die Regeln sind zu starr und die Lebensversicherungen als Hauptanlageprodukt bieten zu wenig Rendite in Bezug auf die Kosten. Wird die Riester-Rente jedoch über einen Fondssparplan abgeschlossen, kann sie durchaus interessant sein. Dies ist allerdings vor allem dann der Fall, wenn Sie verheiratet sind und bereits Kinder haben. So lassen sich nämlich attraktive Zulagen in Anspruch nehmen, die gerade bei mehreren Kindern die effektive Rendite erheblich verbessern.

3. Immobilien – eine interessante Option?

Auch das Betongold steht heute stetig im Fokus der Öffentlichkeit. Dies liegt vor allem an den rekordverdächtig niedrigen Zinsen für Baukredite. Doch der Kauf eines Eigenheims ist zwar grob betrachtet eine Investition, erwirtschaftet später aber lediglich dadurch eine Rendite, dass Sie die Mietkosten sparen. Darüber hinaus erfordert der Immobilienkauf per Finanzierung entsprechendes Eigenkapital, welches Sie zunächst aufbauen müssen. 20-30% des Kaufpreises inklusive Nebenkosten werden von vielen Banken als notwendig betrachtet. Möchten Sie in Immobilien als Geldanlage investieren, können auch offene Immobilienfonds oder Beteiligungen über Crowdinvesting-Plattformen interessant sein. Hier gilt es für Sie jedoch, vorher die möglichen Risiken genauer unter die Lupe zu nehmen.

Fazit

Niedrige Leitzinsen sorgen aktuell dafür, dass ein sicherer Vermögensaufbau über Zinseinlagen wie Tagesgeld oder Festgeld kaum noch möglich ist. Wenn Sie jedoch nach dem Einstieg in den Job trotzdem mit dem Vermögensaufbau beginnen möchten, sollten Sie sich nach Alternativen umschauen. Mit den ETF-Sparplänen gibt es aktuell einen neuen Star am Massenmarkt der Anleger. Die durchaus renditeträchtige Anlegeform ist mitunter auch für Sie interessant, jedoch sollten Sie sich die einzelnen Fonds und ihre Art der Indexnachbildung sowie die Kosten genauer anschauen. Sind Sie bereits verheiratet und haben Kinder, kann auch eine Riester-Rente durch die zahlreichen Zulagen sehr interessant werden. Letztlich sollten auf einen ausgewogenen Anlagemix setzen und können zur absoluten Sicherheit auch einen kleinen Betrag auf einem Festgeldkonto parken.

Gastbeitrag von Hesse/Schrader –  Büro für Berufsstrategie GmbH

 

 

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